Heut gibt’s ein paar Fotos vom schottischen Ball in Delhi – meinem ersten außerhalb Chinas! Mit dem Versprechen auf viel Whisky konnte ich drei Freundinnen ins Hyatt locken, wo wir einen sehr schönen Abend hatten. Es ist zwar nicht ganz dasselbe wie in Peking, wo ich viel mehr Leute kenne, war aber definitiv auch einen Besuch wert!
Die Dekoration war absolut deckungsgleich mit den Bällen in China, aber da es hier keine Tanzstunden im Vorfeld gibt, werden wesentlich leichtere Tänze getanzt – Gay Gordon’s, Strip the Willow und Dashing White Sergeant statt Mary’s Wedding und dem Duke of Perth (dies nur für die Eingeweihten). Wir hatten eine wunderbare Ode auf den Haggis, der mir allerdings in Peking besser schmeckt (wenn man überhaupt von „Schmecken“ reden kann!), und ein süsses Paar für die Lads- und Lassies Reden (ich hoffe, meine Familie, die dies liest, kommt noch mit!).
Es waren sogar ein paar Inder da, die noch aus der Kolonialzeit zu stammen schienen, mit weißen Smokings und eleganten Damen. Zur schottischen Band gesellte sich außerdem ein indisches Regimentsorchester, das der ganzen Sache eine etwas surreal militärische Würde verlieh.
Im Vorfeld hatten wir uns den Luxus gegönnt, Profis an unsere Haare zu lassen – und im Falle meiner Freundin Tahna auch an ihren Sari, denn um aus dieser langen Stoffbahn ein felsenfest sitzendes Kleidungsstück zu machen, müssen speziell trainierte Sari-Anzieher mit einer Menge Klammern ran! Was meint ihr – sollte ich das nächste Mal auch einen probieren?
Tuesday, February 10, 2009
Wednesday, February 4, 2009
David in Indien!
Hallo alle zusammen,
Bevor ich alle Details vergesse, gibt’s doch noch einen kleinen Reisebericht von letzter Woche. Die hatte ich mir komplett freigenommen, um mit David endlich ein bisschen Indien zu entdecken und uns auszuruhen. Ursprünglich waren zwei Kurztrips nach Jaipur und zum Taj Mahal geplant, und so sind wir gleich am zweiten Tag die Fahrt in die 250km entfernte „Pink City“ angetreten (aber erst nachdem es zum Einstieg den kürzlich praemierten Fil „Slumdog Millionaire“ in einem indischen Luxuskino gab – mit Riesen-Massagesesseln, Decken und Service am Platz!). Diese hat ihren Namen nicht etwa von einer besonders aktiven Schwulenszene, sondern von einem wunderbaren Sandstein, aus dem fast alle Gebäude gebaut sind. Jaipur ist eine typische indische Kleinstadt mit 2.5 Millionen Einwohnern, endlosen Marktstrassen und einem uralten Stadtkern, von dem aus jahrhundertelang der Staat Rajasthan regiert wurde.
Damit die Damen am Hof sich nicht so sehr langweilen musste, wurde sogar ein eigener „Palast der Winde“ für den Harem errichtet, von dessen unzählbaren Balkonen und Fensterchen das bunte Treiben auf den Strassen beobachtet werden durfte.
Leider schloss sich an die schöne Tour durch die Stadt eine nicht ganz so schöne Rueckfahrt an, auf der wir für die selbe Entfernung mehr als sieben Stunden unterwegs waren – inmitten Tausender stinkender und hupender LKWs, die sich ihren Weg nach Delhi bahnten, und ohne Möglichkeiten, zwischendurch anzuhalten und zu verschnaufen. Unser Fahrer hat das Ganze erstaunlich gut durchgehalten, aber danach war uns die Lust auf eine Tour zum Taj Mahal vergangen, dessen Besuch wir jetzt auf Davids nächsten Indien-Aufenthalt verschoben haben.
Zurück in Delhi gab es zum Glück aufmunternde Worte vom Fachmann zum Innenausbau des German Centre, von dem es endlich auch ein paar schicke neue Bilder gibt!
Mittlerweile ist auch übrigens unser erster Mieter eingezogen und wurde mit einer traditionellen indischen Zeremonie begrüßt – also mit Blütenblättern und rotem Punkt auf der Stirn.
Während der Woche hatten wir Gelegenheit, den Kontrast zwischen Neu- und Alt-Delhi zu bewundern, die übrigens direkt nebeneinander liegen. Während Alt-Delhi jedoch aus einem Netzwerk eng verzweigter Gassen besteht, in denen Marktschreier, tote Ratten und Rickschafahrer mit viel Getöse (also, außer die Ratten!) das Straßenbild bestimmen, ist Neu-Delhi ausladend, grün und majestätisch.
Die Stadt wurde zu Beginn des letzten Jahrhunderts vom englischen Architekten Edwin Lutyers am Reißbrett geplant und erst 1937 eröffnet. Omnipräsent hier auch Davids neues Lieblingsauto, der Hindustan Ambassador, der seit den Siebziger Jahren fast baugleich hergestellt und von fast allen Institutionen und Botschaften als offizielles Fahrzeug benutzt wird.
Zu guter Letzt gab es ein völlig unerwartetes Finale der Urlaubswoche in Form einer nicht mehr stornierbaren Hotelreservierung, die meine Freundin Tahna David und mir überraschend vermachte. Das Hotel stellte sich als 5-Sterne-Resort eine Stunde südlich von Gurgaon heraus, in einer Gegend, wo die Dörfer weder Strom noch Wasser (dafür aber jede Menge Kamele!) haben und die Einwohner Kuhdung sammeln und trocken, um ihn als Heiz- und Baumaterial zu benutzen. In dieser unwirklichen Umgebung hat sich also die Starwood-Gruppe entschieden, ein Resorthotel zu bauen, das sich als großzügige Anlage mit endlosen taubedeckten Wiesen entpuppte – eine wahre Oase für uns Sand und Dreck hustenden Großstädter! Für unseren letzten Tag haben wir es uns in diesem Paradies also richtig gut gehen lassen – mit Kamin und Hängematte im Zimmer, Yoga am frühen Morgen, einem vitaminreichen Frühstück und einem Sprung in den Pool (sehr zum Schreck der Hotelangestellten, die bei 26 Grad Außentemperatur wohl nicht damit gerechnet hatten!).
Jetzt muss ich mich nur zusammenreißen, nicht an jedem Wochenende dieser nahen Versuchung zu erliegen! Aber diesen Samstag gibt es erstmal eine ganz andere – nämlich einen schottischen Ball in Delhi! Mit viel viel Überredung habe ich sogar ein paar Mädels überzeugen können, mich dorthin zu begleiten. Nächste Woche gibt’s Fotos!
Bevor ich alle Details vergesse, gibt’s doch noch einen kleinen Reisebericht von letzter Woche. Die hatte ich mir komplett freigenommen, um mit David endlich ein bisschen Indien zu entdecken und uns auszuruhen. Ursprünglich waren zwei Kurztrips nach Jaipur und zum Taj Mahal geplant, und so sind wir gleich am zweiten Tag die Fahrt in die 250km entfernte „Pink City“ angetreten (aber erst nachdem es zum Einstieg den kürzlich praemierten Fil „Slumdog Millionaire“ in einem indischen Luxuskino gab – mit Riesen-Massagesesseln, Decken und Service am Platz!). Diese hat ihren Namen nicht etwa von einer besonders aktiven Schwulenszene, sondern von einem wunderbaren Sandstein, aus dem fast alle Gebäude gebaut sind. Jaipur ist eine typische indische Kleinstadt mit 2.5 Millionen Einwohnern, endlosen Marktstrassen und einem uralten Stadtkern, von dem aus jahrhundertelang der Staat Rajasthan regiert wurde.
Damit die Damen am Hof sich nicht so sehr langweilen musste, wurde sogar ein eigener „Palast der Winde“ für den Harem errichtet, von dessen unzählbaren Balkonen und Fensterchen das bunte Treiben auf den Strassen beobachtet werden durfte.
Leider schloss sich an die schöne Tour durch die Stadt eine nicht ganz so schöne Rueckfahrt an, auf der wir für die selbe Entfernung mehr als sieben Stunden unterwegs waren – inmitten Tausender stinkender und hupender LKWs, die sich ihren Weg nach Delhi bahnten, und ohne Möglichkeiten, zwischendurch anzuhalten und zu verschnaufen. Unser Fahrer hat das Ganze erstaunlich gut durchgehalten, aber danach war uns die Lust auf eine Tour zum Taj Mahal vergangen, dessen Besuch wir jetzt auf Davids nächsten Indien-Aufenthalt verschoben haben.
Zurück in Delhi gab es zum Glück aufmunternde Worte vom Fachmann zum Innenausbau des German Centre, von dem es endlich auch ein paar schicke neue Bilder gibt!
Mittlerweile ist auch übrigens unser erster Mieter eingezogen und wurde mit einer traditionellen indischen Zeremonie begrüßt – also mit Blütenblättern und rotem Punkt auf der Stirn.
Während der Woche hatten wir Gelegenheit, den Kontrast zwischen Neu- und Alt-Delhi zu bewundern, die übrigens direkt nebeneinander liegen. Während Alt-Delhi jedoch aus einem Netzwerk eng verzweigter Gassen besteht, in denen Marktschreier, tote Ratten und Rickschafahrer mit viel Getöse (also, außer die Ratten!) das Straßenbild bestimmen, ist Neu-Delhi ausladend, grün und majestätisch.
Die Stadt wurde zu Beginn des letzten Jahrhunderts vom englischen Architekten Edwin Lutyers am Reißbrett geplant und erst 1937 eröffnet. Omnipräsent hier auch Davids neues Lieblingsauto, der Hindustan Ambassador, der seit den Siebziger Jahren fast baugleich hergestellt und von fast allen Institutionen und Botschaften als offizielles Fahrzeug benutzt wird.
Zu guter Letzt gab es ein völlig unerwartetes Finale der Urlaubswoche in Form einer nicht mehr stornierbaren Hotelreservierung, die meine Freundin Tahna David und mir überraschend vermachte. Das Hotel stellte sich als 5-Sterne-Resort eine Stunde südlich von Gurgaon heraus, in einer Gegend, wo die Dörfer weder Strom noch Wasser (dafür aber jede Menge Kamele!) haben und die Einwohner Kuhdung sammeln und trocken, um ihn als Heiz- und Baumaterial zu benutzen. In dieser unwirklichen Umgebung hat sich also die Starwood-Gruppe entschieden, ein Resorthotel zu bauen, das sich als großzügige Anlage mit endlosen taubedeckten Wiesen entpuppte – eine wahre Oase für uns Sand und Dreck hustenden Großstädter! Für unseren letzten Tag haben wir es uns in diesem Paradies also richtig gut gehen lassen – mit Kamin und Hängematte im Zimmer, Yoga am frühen Morgen, einem vitaminreichen Frühstück und einem Sprung in den Pool (sehr zum Schreck der Hotelangestellten, die bei 26 Grad Außentemperatur wohl nicht damit gerechnet hatten!).
Jetzt muss ich mich nur zusammenreißen, nicht an jedem Wochenende dieser nahen Versuchung zu erliegen! Aber diesen Samstag gibt es erstmal eine ganz andere – nämlich einen schottischen Ball in Delhi! Mit viel viel Überredung habe ich sogar ein paar Mädels überzeugen können, mich dorthin zu begleiten. Nächste Woche gibt’s Fotos!
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