Monday, December 15, 2008

Oh du fröhliche... Heimatzeit!

Ihr Lieben,

noch schnell ein paar Neuigkeiten von mir, bevor ich morgen endlich völlig verdient in den Flieger nach Europa steige! Seid ich aus Peking zurückgekommen bin, haben sich die Dinge hier richtig überschlagen. Erst einmal stand unsere Vorstandssitzung an, und mit ihr die „inoffizielle“ Eröffnung des German Centres – die offizielle hatten wir ja leider absagen müssen. Wir haben trotzdem eine ganz ansehnliche Besuchergruppe zusammen bekommen und eine schöne Veranstaltung auf die Beine gestellt – wenn man davon absieht, dass die Warmhalteplatten vom Buffet unsere Stromkreise vor nie gesehene Herausforderungen gestellt haben und darauf direkt alle Hufe von sich streckten, und wir die Besucher mit lauwarmer Spargelsuppe abspeisen mussten. Trotz der kleinen Startschwierigkeiten waren alle ganz zufrieden und wir haben ein paar hübsche Fotos für die Presseabteilung schießen lassen.

Meine Kolleginnen haben einfach ein viel hübscheres Büro-Outfit als ich!

Als wir dann auch noch die Besucher aus den Banken in Stuttgart und München wieder ins Flugzeug setzen durften, waren wir doch erleichtert, wieder im „kleinen Team“ arbeiten zu dürfen und auch mal vor zehn das Büro zu verlassen. Damit mir nicht langweilig wird, habe ich auch gleich einen ziemlichen Batzen Geld den Betreibern dieses Fitnessclubs dafür auf den Tisch gelegt, dass mich jetzt ein- bis zweimal die Woche Yoga-Lehrer, Laufbänder und Streckmaschinen quälen dürfen. Die Anmeldung im Sportbüro hat jedoch auch den unschätzbaren Vorteil, dass ich zumindest zweimal in der Woche so lang duschen kann, wie ich will – und nicht nur die zweieinhalb Minuten, für die der Boiler in meiner Wohnung warmes Wasser hergibt, trotzdem er vorher eine ganze Stunde Zeit hatte, mal so richtig Dampf zu machen.


Meine neue Folterkammer. Und ihr solltet erst die Musik hören!


In der Zwischenzeit habe ich auch für meine Freizeit ein paar bessere Gestaltungsmoeglichkeiten ausmachen können: ich habe es auf ein Jazzkonzert geschafft (und diesmal nicht von der Musikhochschule!), ein paar Freunde gefunden und sogar das ein oder andere Restaurant ausprobiert. Es lässt sich allgemein sagen, dass alles sehr schwierig zu finden ist, aber wenn man einmal anfängt, richtig zu suchen und sich ein Netzwerk aufzubauen, wird das Leben wesentlich leichter. So habe ich jetzt einen Supermarkt, aus dem man nicht nur so schnell wie möglich wieder rauskommen möchte und der sogar Fleisch und Butter führt, ein paar Mittagstischoptionen, wo es nicht nur die Wahl zwischen scharfem Burger und scharfer Pizza gibt, und viele Kontakte zu anderen Menschen in Delhi und Gurgaon, mit denen ich mich über den besten Fahrer, den Supermarkt, der Quark hat und den günstigsten Wein austauschen kann. Mit einer Australierin, die ich mittlerweile schon seit zwei Wochen kenne, war ich auch am Wochenende schon auf Tour und vorgestern auf einem ganz wunderbaren Markt für indisches Kunsthandwerk.



Meinem zweiten Fahrer musste ich leider diese Woche auch Adieu sagen. Nachdem vorgestern ein Mensch vor meinen Augen durch einen furchtbaren Unfall mit Fahrerflucht ums Leben kam, habe ich doch mal ehrlich zu mir sein und mir eingestehen müssen, dass mein Fahrer nicht sportlich, sondern richtig gefährlich fährt. Jetzt probiere ich es einmal mit jemandem, der hoffentlich ein bisschen mehr Erfahrung hat und auch ein paar Brocken mehr Englisch spricht.

Morgen geht’s noch einmal ins Büro und es werden an die Kollegen ein paar Aufgaben für die Weihnachtszeit verteilt, und spät abends heißt es dann ab zum Flughafen! Von Frankfurt steige ich in den Zug ins wunderbare Wernigerode, wo hoffentlich an Bahnsteig 1 jemand auf mich wartet, der mich dann nach Drei Annen Hohne fährt, mir dort einen Schierker Feuerstein vorsetzt und ins Bett verfrachtet, wo ich vorhaben, mindestens bis Silvester zu schlafen. Na gut, nicht ganz, denn am Wochenende ist Grosselternbesuch geplant, der auch schon seit langem ueberfaellig ist! Samstag oder Sonntag geht es dann nach Mainz und später Freiburg und wie ich höre, ist sogar in Österreich ein Zimmerchen für uns frei, wenn wir denn nur ein Auto mit Schneeketten finden. Ich freu mich unglaublich auf die ganze Familie, die frische Luft und ein Stückchen Normalitaet! Bis dahin schalte ich zurück auf einen meiner 100 Fernsehsender, auf dem gerade mit großem Ausrufezeichen angekündigt wurde, dass in Kürze eine Sendung startet, in der Schweine- und Rindfleisch zu sehen sein werden – „Viewer Discretion is advised“!

Allen, die ich bis Weihnachten nicht mehr sehe, wünsche ich ein Frohes Fest und einen Guten Rutsch und freue mich darauf, euch im nächsten Jahr wiederzusehen!

Friday, December 5, 2008

Retour to paradise

Ich bin nach ein paar ganz wunderbaren Tagen in Peking wieder in Delhi gelandet - und zwar 24 Stunden BEVOR auf dem Flughafen offenbar ein Schusswechsel zu hören war, auch wenn bis jetzt niemand so richtig weiß, was eigentlich passiert ist. Das wundert mich gar nicht – haben doch die Sicherheitsbehörden beim verzweifelten Versuch, der chaotischen Lage Herr zu werden und die Sicherheit zu erhöhen, alle Besucher kurzerhand aus dem Flughafen verbannt! Im Ankunftsbereich ist es jetzt dort also sehr schön übersichtlich. Leider trügt der Schein und direkt vor der Tür schlägt der Mob dafür umso mehr zu: Hier, auf dem Parkplatz, drängeln sich jetzt nämlich nicht nur alle Abholer, sondern auch hunderte illegaler Taxis samt ihren Autos auf wenigen Quadratmeters. Dort, wo ein Auto nun mit jeglicher Ladung vorfahren kann, der Lage Herr zu werden, dürfte nun noch schwieriger sein als vorher – aber wenigstens besteht kein Sicherheitsrisiko IM Flughafen mehr!

Zurück im Büro, ist natürlich mit voller Wucht die am Sonntag anstehende Vorstandssitzung über mich hereingebrochen, und dafür muss immer noch eine Menge vorbereitet werden. Wenn alles klappt, habe ich dann auch Gelegenheit, mit den Stuttgarter Kollegen meine weitere Karriereplanung zu besprechen – zurück nach Peking, weiter in Delhi oder vielleicht ganz woanders in die Welt?

Aber vorher ist erstmal Weihnachtsmarkt in der alten DDR-Botschaft, und ich freue mich schon auf Glühwein und Spekulatius! Außerdem habe ich mich gestern in einem Fitnessclub gleich beim Büro angemeldet und freu mich schon drauf, dort mal die Yoga-Kurse auszuprobieren – wenn ich denn schon in Indien bin, muss ich so was doch auch mal mitnehmen! Ich fühle mich auch schon ganz tiefenentspannt. 

Ich berichte also am Dienstag, wenn wir unseren Vorstand wieder in den Flieger gesetzt haben!

Sunday, November 30, 2008

Schotten in Peking und Unternehmer in Delhi

Heute melde ich mich aus dem Exil - mein Pekingaufenthalt, der bereits gestern zu Ende gehen sollte, ist aufgrund der aktuellen Ereignisse in Indien bis Mittwoch verlaengert worden. Uns war doch ein bisschen zu unsicher, dem internationalen Flughafen, wenn auch in Delhi, gleich wieder einen Besuch abzustatten!

Mein Wochenende in Peking war phaenomenal - vor allem natuerlich wegen des Schottischen Balls, auf den wir uns schon das ganze Jahr gefreut hatten! Von abends um sechs bis morgens um drei haben wir gegessen, Whisky getrunken, getanzt und gelacht und hatten einen wunderbaren Abend. Hier ein paar Bilder!

Mit Fliege lassen sich noch richtige Maennergespraeche fuehren.

Ringelpietz mit Anfassen!

Man beachte die schottische Fahne, das Andreaskreuz, auf dem Kleid!



Lauter schoene Menschen.

Der Dudelsack darf natuerlich nicht fehlen!


Noch mehr schoene Menschen!

Einen fast richtigen Schotten konnten wir fuer's Foto auch auftreiben.
In meiner Abwesenheit gab's im German Centre in Delhi eine grosse Premiere: die erste Delegation zu Besuch!

Meine Kolleginnen Pallavi und Supriya haben sich aus dem Anlass mal richtig in Schale geschmissen!

Dr. Landes haelt alle Besucher in Atem.
Uebermorgen geht's fuer mich wieder zurueck nach Indien. Die Eroeffnungsfeier, die zum Anlass des Besuchs der 200-koepfigen Wirtschaftsdelegation aus Baden-Wuerttemberg fuer naechsten Montag angesetzt war, musste leider komplett abgesagt werden, da das Auswaertige Amt den Besuch als zu gefaehrlich eingestuft hat. Trotzdem steht fuer das naechste Wochenende hoher Besuch an - unser erstes ordentliches Board Meeting! Bis dahin gibt es noch eine Menge vorzubereiten. Drueckt die Daumen!

Tuesday, November 25, 2008

Endlich zu Hause!

Gestern habe ich endlich meine neue Wohnung bezogen, und zur Feier des Tages gibt's ein paar neue Fotos fuer euch!

Das Wohnzimmer im eleganten 60er-jahre-Karo, aehm, Style:

 
Gaesteschlafzimmer (ja, dies ist eine Einladung!):
 
Hauptschlafzimmer: 
 
Gaestebad:
  
Mein eigenes (rosa!) Bad: 
 
 Kueche:
  
Und das ganze liegt im dritten Stock eines architektonisch interessanten Komplexes mit dem schoenen Namen "Elfenbein-Hof": 
 

Bis jetzt habe ich in der Wohnung vier Balkons, auf dem Fernseher 80 Kanaele und in den Baedern mindestens 10 von diesen weissen Anti-Urinstein-Kuegelchen gefunden, die gleichmaessig ueber alle Abfluesse verteilt waren und in der ganzen Wohnung einen zarten Duft verstroemten. Ich bin schon gespannt, ob noch andere Mitbewohner wie im Hotel oder kinderreiche Nachbarn auftauchen, oder ob sich nach dem taeglichen Besuch des Reinigungsdienstes meine Wertsachen verdoppeln.

Es bleibt spannend - schaltet naechste Woche wieder ein!

Neue Bilder!

 
 Delhi hat auch tolle Architektur!
 
 Die UN
 
Ein Hundeleben auf Delhis Strassen
  
Der Khan-Markt 
 
 
 Connaught Place - fuer jeden etwas dabei!
 
Der Saftladen meines Vertrauens :-)

Monday, November 24, 2008

I get around!

Ihr Lieben,

Am Wochenende bin ich endlich wieder einmal aus Gurgaon entlassen worden und durfte die große weite Delhier Welt entdecken. Als allererstes stand natürlich Shopping auf dem Plan! Den Anblick einer zusammenhängenden Reihe Geschäfte hatte ich schon fast wieder vergessen, bevor ich den ersten Fuß auf den Khan-Markt gesetzt hatte. Das ist zwar auch keine pittoreske Ansammlung bunter Gewürz-, Tee- und Stoffstände, wie ich mir das in meiner naiven Vorstellung ausgemalt hatte, hat aber trotzdem seinen Charme. Dort reihen sich in zweigeschossigen Gebäuden verschiedenste Geschäfte aneinander – von Schneidern, Buchläden, importierten Delikatessen über Mode, Accessoires bis hin zu ganz wunderbaren Läden für Produkte aus handgeschöpftem Papier, in denen man leicht eine ganze Menge Geld lassen kann. Danach habe ich mir noch das Herz von Neu-Delhi, den Connaught Place, angeschaut – ein riesiger Platz, umringt von klassizistischen Einkaufsarkaden und einem bunten Gewusel aus Strassenverkäufern, Rikschafahrern, Bettlern und Stoffhändlern. Von dort wieder nach Hause zu finden, war trotz Fahrer wirklich nicht einfach, was vor allem an Neu-Delhis Stadtplanung liegt – die ist offenbar nach „Round round get around, I get around!“ angelegt worden, und ich sag euch, wenn man um zehn Kreisverkehre hintereinander gekurvt ist (und das auch noch linksrum!), dann wird einem ganz warm ums Herz!


Die Innenstadt von Neu-Delhi aus Vogelperspektive - mit ihren vielen, vielen Roundabouts

Am Freitag habe ich außerdem mal in die lokale deutsche Gemeinschaft reingeschnuppert, die sich, die Auslandshandelskammer und die deutsche Schule passenderweise in der ehemaligen DDR-Botschaft angesiedelt hat. Im Vergleich zu Peking, wo schon über 1000 Kinder auf die deutsche Schule gehen, ist das Grüppchen in Delhi mit knapp 100 Schulkindern recht übersichtlich, hält aber natürlich wie immer in der Ferne gut zusammen. Bei rheinhessischem Wein und Sauerkraut kam mir das Ganze auf jeden Fall schon gar nicht mehr so schlimm vor. Am nächsten Morgen musste ich jedoch lesen, dass in derselben Nacht in Gurgaon drei Menschen dadurch ums Leben gekommen sind, dass ein Bagger sie, während sie nachts auf dem Mittelstreifen schliefen (!), bei Bauarbeiten mit Erde überschüttet hat. Warum die Menschen hier auf der Strasse schlafen müssen – die Frage stellte sich der Journalist gar nicht.

Morgen kann ich endlich in meine neue Wohnung einziehen! Heute habe ich den Vertrag unterschrieben und Miete und Kaution bezahlt. Es wird also brandneue Fotos von allen Mängeln gebe, die ich wie immer erst nach dem Einzug festgestellt habe!

Gruß und Kuss!

Thursday, November 20, 2008

Dilemmatatata und tote Hunde

Langsam muss meine Wohnungssuche ein Ende finden. Gestern hat eine etwa hundertköpfige Kompanie Ameisen beschlossen, dass ich mein Hotelzimmer lange genug für mich allein hatte und Zeit zum teilen ist. Die Rezeption hat mich zwar sofort umgebucht, aber das ist wohl ein Zeichen, dass es trotz des täglich frisch gemachten Betts nicht angebracht ist, auf ewig in einem Hotel zu wohnen.

Hier in Gurgaon wird man vor eine schwierige Wahl zwischen Pech und Schwefel gestellt: Entweder, man bleibt in diesem staubigen, infrastrukturlosen Stadtteil und ist sogar für den täglichen Einkauf auf ein Transportmittel angewiesen, weil es keine Geschäfte gibt, die man erlaufen kann – und selbst mit dem Auto bleibt nur die Wahl zwischen den unzähligen Malls, in denen man zwar problemlos ein Diamantencollier, aber fast nie eine ganz normale Drogerie oder einen Supermarkt findet. Die Alternative wäre der Umzug nach Delhi, wo es Einkaufsstrassen, Cafes und Parks gibt – was aber von hier mindestens zwei Stunden Fahrt am Tag bedeutet. Trotzdem ich letzte Nach zum ersten Mal in meinem Leben davon aufgewacht bin, dass mir die Luft ausging (und ihr wisst, meine Lunge hat schon einiges mitgemacht!), tendiere ich fast zur ersten Option. Gestern habe ich mir auch eine Wohnung hier angeschaut, die ich gar nicht so schlecht fand – mit 2 Zimmern, Reinigungs- und Sicherheitsdienst und voll möbliert, in einer Hochhaussiedlung, die sogar einen kleinen eigenen Lebensmittelladen hat – da muss ich wenigstens nicht für drei Tomaten den Fahrer rufen! Wenn sich bis morgen keine besseren Optionen ergeben, werde ich mich wohl einfach dafür entscheiden – vielleicht kann ich ja am Wochenende schon umziehen und mich endlich „bei mir“ breitmachen!

Neben der Arbeit, die immer noch großen Spaß macht, gibt es ansonsten nicht viel zu berichten. An die vielen Tiere auf den Strassen gewöhne ich mich auch langsam – nur die toten machen mir immer noch Probleme. Allein auf meinem kurzen Weg zur Arbeit komme ich jeden Tag an vier halbverwesten Hunden vorbei, die direkt auf Augenhöhe auf dem Mittelstreifen liegen und manchmal von den hungrigen Kühen angeknabbert werden. Aber die Inder gehen ja auch mit ihren toten Menschen nicht gerade zimperlich um – die Anhänger des hier ansässigen Zoroastrianismus (eine Religion, die auf Zarathustra zurückgeht) legen ihre Toten über Tage hinweg auf speziellen Türmen den Geiern zum Fraß vor, um mit ihrem Leichnam nicht die Erde zu verunreinigen. Tote Babies werden auch von den Hindus gern in den Ganges geworfen, der quasi die Autobahn zum Nirvana darstellt.

Nächsten Donnerstag fliege ich nach Peking und freu mich schon sehr drauf, meine Freunde wiederzusehen. Wie mir zu Ohren kam, sind in meiner Abwesenheit sogar schon Dusch- und Pancakeparties in meiner Wohnung passiert, dem haltlosen Treiben muss natürlich jemand ein Ende bereiten!

Euch allen einen lieben Gruß und bis bald!

Monday, November 17, 2008

Wohnungssuche und Medley Mania

Hallo alle zusammen,

Nachdem ich mir gerade eine wahre Ungeheuerlichkeit in Form eines (Rinder-!)Steaks im Hotelrestaurant geleistet habe, ist es Zeit, schnell etwas Nettes über Indien zu schreiben, damit ich überhaupt noch eine Chance aufs Nirvana habe.

Am Wochenende habe ich feststellen dürfen, dass nicht ganz Delhi wie Gurgaon ist. Puh! Ich hatte ja schon mit dem Schlimmsten gerechnet. Stattdessen tut sich nach zehn Kilometern langweiliger Schnellstrasse eine bunte Mischung aus Parks, richtigen Strassen mit richtigen Geschäften und vor allem endlosen Massen an spazierenden, essenden, tanzenden, wartenden und spielenden Menschen auf. Strassen in Delhi sind im Gegensatz zu Gurgaon eng und überfüllt, und eine Fahrt durch sie eine wahre Herausforderung für alle Sinne. An jeder Ampel klopft die Armut in Gestalt von heruntergekommenen Kindern an die Fensterscheibe; Kühe und Bettler teilen sich auf den Kreuzungen friedlich die Müllreste; fliegende Händler stapeln kunstvolle Pyramiden aus Orangen und Zitronen auf wacklige Fahrgestelle, und hundert-Mann-starke Blaskapellen blockieren für Stunden die Strassen, um den Geburtstag eines Gurus zu feiern, der seit über 500 Jahren tot ist (Da sind Christen natürlich viel vernünftiger!).





Das Blaskapellen-Publikum wartet schon ganz gespannt!


Auf dem Weg lief mir auch ein eher ungewohnter Verkehrsteilnehmer vor das Auto, der sich allerdings braver an die Spurenmarkierung hielt als die meisten Autofahrer; mir war ehrlich gesagt nicht ganz klar, dass Elefanten hier so zum Straßenbild gehören! 




Der LKW-lefant



In diesem ganzen Chaos war ich also auf der Suche nach einer Wohnung, wo alle Reichen, Schönen und UN-Angestellten wohnen. Delhi hat in dieser Hinsicht wirklich etwas zu bieten: traumhafte Dachgärten mit kleinen Hindu-Altären, schöne Steinfussboeden und rosenbehangene Balkons. Noch habe ich nichts Perfektes gefunden, da ich gern unter einer Stunde Fahrtzeit zur Arbeit bleiben würde; aber vielleicht ist ja morgen etwas dabei. Die Preise für solche Kleinode sind allerdings astronomisch: unter 2000 Euro ist kaum eine Wohnung zu bekommen, in der nicht der Schimmel die Decken hochläuft. 

Am Samstag war ich auf einem Konzert der Musikhochschule, die ihr ganzes über das Jahr anstudiertes Wissen in eine Liedersammlung gepackt und leider auch gesungen hat. Hoffentlich sind sie nicht schon im letzten Semester! Das Publikum bestand größtenteils aus den Freunden der jungen Frauen, die auf der Bühne ihr Bestes zu geben versuchten, so dass wenigstens nicht zu viele Zuhörer wie ich zu Schaden kamen. Zum Glück wurden der eigenwillige Kompositionsstil und die schlecht abgestimmten Instrumente in regelmäßigen Abständen von einer Wolke aus Trockeneis (wir reden von einem Chorkonzert!) sowie einer Lichtshow kaschiert, die sich gewaschen hatte: der Lichttechniker hatte sich offenbar vorgenommen, während jeden einzelnen Stücks die volle Bandbreite der ihm zur Verfügung stehenden Effekte zu nutzen, so dass einem nach zehn Minuten vor lauter psychedelischen Spiralen, Serienblitzen und vielfarbigen Wellen ganz schwindlig wurde. Das Ganze wurde von einem finalen Michael-Jackson-Medley gekrönt, das (wie jedes Medley, meiner Meinung nach) mit der Musik dasselbe mache wie ein Pürierstab mit einem Viersternemenü.

Im Büro geht es mächtig schnell voran: jetzt sitzen wir sogar schon an richtigen Schreibtischen, und im Fahrstuhl brennt Licht! Aber auch wir müssen gut auf unsere Bauarbeiter aufpassen: erst am Wochenende sind beim Innenausbau in unserem Gebäude (auf einem anderen Stockwerk) Schweißer zu nah an eine Sauerstoffflasche gekommen, was drei Menschenleben gekostet hat.



(Auch das ist Bau in Indien: beim Abriss fängt man offenbar von unten an!)



Drückt mir die Daumen, dass es in den nächsten Tagen mit einer Wohnung klappt – langsam hab ich das Gefühl, im Hotel zu versauern! Wenigstens hat seit zwei Tagen die Bar geöffnet – da lässt es sich nach der Arbeit noch ganz gemütlich lesen. Gerade habe ich einen Roman mit dem schönen Titel „Holy Cow!“ angefangen, in dem sich eine Ausländerin erst nach einer beinah tödlichen Lungenentzündung mit Indien anfreunden und sich selbst finden kann – hoffentlich bleibt mir diese Grenzerfahrung erspart!

Euch ganz liebe Grüsse!

Eure Nadine

Friday, November 14, 2008

Infrastruktur und andere Luxusprobleme

Hallo alle zusammen,

eine kurze Meldung von mir am Ende dieser ersten Arbeitswoche.

Die Tage im Büro sind unglaublich spannend. Man weiß gar nicht zu schätzen, was es bedeutet, über eine gute Infrastruktur zu verfügen – und hiermit meine ich nicht nur Strassen (oder auch Straßennamen, die es hier auch nicht gibt), öffentlichen Nahverkehr und ein Netz an Geldautomaten. Was in Gurgaon fehlt, ist auch eine Infrastruktur der Informationen, und das erschwert Arbeit und Leben unglaublich.

Allein die Suche nach einer Sim-Karte für mein Handy hat mich drei halbe Tage gekostet (Denn hier darf nicht einfach jeder, der bezahlt, telefonieren! Wo kämen wir denn da hin?). Es gibt keine bewährten Serviceunternehmen, keinen Ansprechpartner für die Internetverbindung, keine zuverlässige Reiseagentur, und niemand kennt einen Druckshop, der Visitenkarten drucken kann. Immobilienagenten bieten ohne mit der Wimper zu zucken Wohnungen für 4000 Euro an und wissen genau, dass es so schwer ist, etwas zu finden, dass man auf sie angewiesen ist. Es gibt kein Magazin, das sich mit den Belangen und Bedürfnissen von ausländischen Unternehmen befasst, und kein Telefonbuch, in dem man nach einem Klempner suchen könnte. Von Ampeln, Polizisten oder ähnlichen Späßen wollen wir erst gar nicht reden! Das einzig verlässliche Netzwerk ist das der Malls, also Einkaufszentren, die, ja nach Ausführung, von internationalen Marken bis lokalen Supermärkten alle möglichen Geschäfte beherbergen. Ihr meint, da hätte es bestimmt auch eine Telefonkarte gegeben? Fehlanzeige… und selbst wenn, wäre mein Antrag daran gescheitert, dass ich keine drei Passbilder beim Einkauf mit mir trage.

Gurgaon ist also eine Ansammlung von mehr oder weniger modernen Malls, und dazwischen sind einige Bürogebäude verstreut. All diese Projekte liegen jedoch so weit von einander entfernt, dass man die Stadt unmöglich erlaufen kann, wozu noch kommt, dass man als westliche Frau pausenlos angestarrt wird und jede Sekunde damit rechnen muss, dass ein vorbeifahrender Motorradfahrer die Tasche mitnimmt, die grad noch am eigenen Handgelenk baumelte. Im Gegensatz zu Delhi ist Gurgaon nämlich noch größtenteils, wie sollte es auch anders sein, von Bauarbeitern vom Land bevölkert. Von den Bussen hier schicke ich euch mal ein Bild – und die einzigen Taxis, die es gibt, müssen bis zu vier Stunden im Voraus gebucht werden. Daher macht ein persönlicher Fahrer tatsächlich Sinn, weswegen ich jetzt in der luxuriösen Situation bin, dass ich jeden Tag zur Arbeit und wieder zurück chauffiert werde von Bhola, der sich sogar die Mühe macht, die frische Blumenkette am Rückspiegel fast täglich auszutauschen. Sein Vorgänger Ramesh war leider ein bisschen aufdringlich end brachte es sogar so weit, mich ins Kino einladen und mir Getränke anbieten zu wollen, bei denen ich nicht wusste, was in der Flasche war – aber ich drücke mal die Daumen, dass ich mich mit Bhola besser verstehe. So schön kann das Leben also sein! Allerdings muss ich zugeben, dass mir das Laufen jetzt schon fehlt – zumal ich den Eindruck habe, nie Zeit „allein mit Indien“ verbringen zu können. Ich hoffe, das wird sich am Wochenende ein bisschen ändern! Ich werde ein paar Wohnungen besichtigen und mit meiner Kollegin Pallavi auf ein Konzert gehen, in dem ihr Mann, seines Zeichens Schlagzeuger in einer bekannten indischen Rockband, mitspielt – ich bin schon sehr gespannt!

Davon abgesehen bleibt zu berichten, dass Inder sich oft die Haare färben, was meistens lustig aussieht; ohne falsche Scham ihren Vollbart mit Haargel zementieren und das Ganze mit einem Haarnetz sichern, dass sie hinter die Ohren klemmen; mit Vorliebe ihre LKWs in allen Regenbogen bemalen; ziemliche Chauvinisten sind, einer Dame aber trotzdem (oder deswegen?) nie den Vortritt lassen; und ihre Strassen friedlich nicht nur mit Kühen, sondern auch einer Menge Wildschweinen, Affen, Ziegen und Eseln teilen.

Ich freue mich auf das Wochenende und darauf, hoffentlich bald ein „richtiges“ Zuhause zu finden, in dem ich mich ein bisschen breitmachen kann. Vom 27.11.-30.11. bin ich für den schottischen Ball wieder in Peking und hoffentlich ab dem 19./20.12. für die Weihnachtsfeiertage in Deutschland – voraussichtlich zwei Tage in Berlin und dann in Mainz und Freiburg bei Davids Familie.

Euch allen ein schönes Wochenende!

PS: Ich würde euch wirklich gern ein paar mehr Fotos zeigen, aber aus irgendeinem Grund gestaltet sich das Hochladen von Bildern in diesen Blog als technische Unmöglichkeit. Ich werd versuchen, dafür eine bessere Lösung zu finden!

Tuesday, November 11, 2008

Erster Arbeitstag

Hallo alle zusammen,

hier ein kurzer Bericht nach zwei, naja, anderthalb Arbeitstagen! Meine gestrige Begegnung mit indischem Essen ist nämlich nicht ganz unproblematisch ausgegangen, so dass ich heute nicht ganz einsatzbereit war.

Im Büro gibt’s definitiv eine ganze Menge zu tun! Das Gebäude, in dem das German Centre ist, ist selbst noch nicht ganz fertig gestellt und hat auch noch keine Mieter. Auf allen Etagen wird fleißig gebaut, weswegen die Fahrstühle voll von indischen Arbeitern sind – wenn sie denn funktionieren, also in ca. 10% der Fälle! In der restlichen Zeit heißt es zu Fuß in den 12. Stock – durch ein ziemlich, oehm, gewöhnungsbedürftiges Treppenhaus:


(Was aussieht, als haette hier kuerzlich ein Massaker stattgefunden, ist uebrigens vom Betelnusskauen rot gefaerbte Spucke!)

Unser Büro besteht bis jetzt auch vor allem aus Staub, vier Schreibtischen und vier Stühlen. Im Moment sind wir vier Kollegen, planen aber, in den nächsten Wochen noch mindestens zwei einzustellen, wenn Rezeption und Business Center fertig sind. In drei Wochen soll das Ganze dann eröffnet werden – vom baden-württembergischen Ministerpräsident und einer 200koepfigen Wirtschaftsdelegation. Bis dahin ist in jedem Fall noch eine Menge zu tun!


Hier sollen in drei Wochen 200 Staatsgaeste hofiert werden

Von Indien habe ich außer dem Weg zur Arbeit bis jetzt noch nicht wirklich viel gesehen – aber auch diese paar Kilometer, die ich mit meinem neuen Fahrer Ranesh zurücklege, sind schon sehr faszinierend! Alle zehn Meter steht eine Kuh, eine Ziege oder auch mal ein Wildschwein auf der Strasse, und der Verkehr ist atemberaubend – im wahrsten Sinne, mit dem ganzen Sand, der von den omnipräsenten Baustellen aufgewirbelt wird. Durch die Strassen schlängeln sich buntbemalte Laster und Rikschas (mehr als in China!) um die Tiere, und farbenfroh gekleidete Menschen bevölkern zu Tausenden jede noch so kleine freie Ecke. Fast alle Männer tragen Schnurrbart, und Frauen sind eher selten allein zu sehen. Auch ich muss zugeben, dass ich hier lange nicht so sorglos spazieren gehen würde wie in China!

Ich hoffe, dass ich am Wochenende mal die Gelegenheit haben werde, Delhi ein bisschen zu erkunden, wo es ganz wunderbare Märkte geben soll. Bericht kommt!

Monday, November 10, 2008

Catch me a catch...

Ich weiß gar nicht, wer behauptet hat, in Indien wäre das Kastensystem noch so stark ausgeprägt. Ich halte den Gegenbeweis in meinen Händen! In der Anzeigenbeilage der gestrigen Tageszeitung erschien unter anderem diese Annonce:



„Caste no bar!“, also „Kaste kein Hindernis!“! Na, wer sagt’s denn? Vorsichthalber ist diese Annonce allerdings doch im Heiratsteil, der nach Kasten geordnet ist, unter „Brahmin“, also der obersten Kaste, erschienen – man weiß ja nie!

Sunday, November 9, 2008

Welcome to India!

Liebe Freunde,

Nach den Schrecken dieser Nacht bin ich sehr froh, dies aus einem komfortablen Hotelzimmer zu schreiben, in dem nur alle 10 Minuten der Strom ausfällt, was mein Computer jedes Mal mit einem leidenden Piepser bezeugt, aber daran wird er sich wohl gewöhnen müssen.

Nachdem der siebenstündige Flug schon nicht ganz leicht war (was größtenteils an meinem Sitznachbar lag, dem alle fünf Minuten etwas Neues einfiel, mit dem er mich oder die Stewardess belästigen konnte), war ich ziemlich froh, dem Gepäckbereich entkommen zu sein, in dem beturbante vollbärtige Männer mit Maschinengewehren um die Bänder schlichen und mir nicht gerade den Eindruck von Sicherheit vermittelten. Umso größer mein Schreck, als selbst nach mehrmaliger Suche im zugegebenermaßen eher überschaubaren Ankunftsbereich auf keinem Schild mein Name stand! Gefolgt von einer immer größer werdenden Traube illegaler Taxifahrer, die meine Verzweiflung offenbar rochen, tigerte ich also gut eineinhalb Stunden durch die Massen. Als offensichtlich war, dass mein Fahrer nicht einfach im Auto eingeschlafen war, startete ich also den Versuch, das Hotel zu erreichen und dafür 1. an Geld zu kommen (der einzige Automat im Gebäude war defekt und sah so aus, als sei er das schon seit einigen Jahren); 2. Geld zu tauschen (zur großen Freude des Tauschbüros, dem ich meinen einzigen Zwanzigeuroschein präsentierte), 3. ein funktionierendes Telefon zu finden (Hallelujah! In 20 Minuten erledigt), nur um 4. festzustellen, dass das Ibis-Hotel das mit der Nachtbesetzung wohl nicht so ganz wörtlich nimmt und selbst nach 10 Minuten Klingeln niemand ans Telefon geht.

Mit Schrecken kamen mir die in meinem Reiseführer dramatisch beschriebenen Szenarien in den Sinn. „Was man NICHT machen sollte: Taxi am Flughafen nehmen! Alle wollen dir Geld abknüpfen! Tausende illegale Taxis! Gepäckdiebstahl! Entführungen! Bomben von religiösen Fanatikern!“ Angesichts meiner mageren Auswahl an Optionen machte ich mich aber dann doch auf der Suche nach dem offiziellen „Prepaid-Taxi“-Schalter, auf den Herr Baedeker so vehement verwiesen hatte. Mooooment – könnte es diese Pappbude gewesen sein? Wo niemand Englisch spricht oder je von meinem Hotel gehört hätte? Wo mir ein Preis von 475 Rupien gesagt wird, aber mit Nachdruck darauf bestanden wird, dass ich zu meinem 500 Rupien-Schein noch 100 dazulege? Ihr meint nein? So ging’s mir auch – der war’s aber. Bewaffnet mit einem mir unverständlichen Buchungszettel mache ich mich also auf den Weg zur Taxischlange, muss aber feststellen, dass sowohl das Konzept von „Taxi“ als auch das von „Schlange“ hier nicht sonderlich erfolgreich zu sein scheint. Stattdessen kommt mir ein Mann hinterher gerannt und schreit mir wenig überzeugend eine Nummer zu, mit der ich nichts anfangen kann, bis er sie mir auf dem ominösen Zettel in meiner Hand zeigt. Und das ist nun meine Versicherung, dass dieser Halbwüchsige legitim ist? Als er mich mit Nachdruck zu einem Auto bringt, gegen den der Tata von letztem Jahr als Reisebus durchgeht, ist mir schon alles egal.

Aus Mangel an einem Kofferraum wird mit meinem Gepäck geschickt jeder Blick in den Rückspiegel blockiert und ich auf den Beifahrersitz verfrachtet („Noooo, Madam, you sitting on driver’s seat, this is India! We drive on other side!“). Da die Beifahrertür schief in den Angeln hängt, mir immer der Deckel des Handschuhfachs auf den Schoss fällt und der Ganghebel im zweiten Gang ungefähr die Hälfte des Beifahrersitzes einnimmt (und in den dritten schafft man es kaum), ist meine Position nicht gerade luxuriös, und 40 Minuten Buckelpiste machen es nicht unbedingt besser. Sagte ich Buckelpiste? Ach was. Dafür müsste es ja erst einmal einen Straßenbelag geben, in dem Buckel sein könnten! Mit so Kleinigkeiten wird sich hier offenbar nicht herumgeschlagen. Während der ganzen Zeit unterhält mich der Fahrer in einer Sprache, die ich nicht verstehe, die sich aber manchmal verführerisch englisch anhört – im nächsten Moment allerdings schon wieder gar nicht mehr. Ich meine, es ging um Infrastruktur („Madam! 100km road and have to change suspension again! Roads terrible!“), den Stadtteil Gurgaon (“Many many shopping centers! But roads terrible!”), und die Göttin Shiva (“Great shiva statue in Gurgaon! But roads terrible!”), aber es könnte genauso gut um den letzten Bollywood-Klatsch gegangen sein.

Da ich mir bis zum Ende nicht sicher war, wo diese Reise enden würde, war das Erscheinen des Ibis-Schilds in einer fernen Staubwolke eine echte Erleichterung. Selbst die Bombenkontrolle an der Einfahrt überstand das Auto (mit Spiegeln wird die Unterseite des Autos untersucht), und oh Wunder!, sogar die Rezeption war besetzt. Dort bedauerte man meine Umstände zutiefst, ging jedoch innerhalb von 20 Sekunden zu Zahlungsformalitäten über, ohne zu würdigen, dass ich (in meiner Wahrnehmung) gerade mindestens zehnmal dem Tod, oder zumindest der sicheren Entführung, von der Schippe gesprungen war. Was soll’s! Hauptsache, angekommen.


Blick aus dem Hotelzimmer auf die wunderbare Golf Course Road



Die Nacht im weichen Hotelbett hat mich dann doch für den rauen Empfang entschädigen können. Heute Mittag haben mich außerdem mein Chef und seine Frau zum Essen eingeladen – und zwar, na ratet mal? – zum Chinesen! Was eine Erleichterung, dass ich nicht gleich die ganze Bandbreite aller Currys ausprobieren musste. Morgen geht’s dann früh ins Büro und an die Arbeit!

Bis dahin – Namaste!